Internetnutzer mit krankhaftem Nutzungsverhalten haben weit häufiger psychische Störungen als Nutzer mit normalem Internetkonsum. Zudem sei bei krankhaften Internetnutzern eine ausgeprägtere Neigung zum Chatten zu beobachten. Zu diesem Ergebnis kommt die Psychologin Silvia Kratzer von der Universität Augsburg in ihrer jetzt veröffentlichten Studie “Pathologische Internetnutzung”. Der oft exzessive Internetgebrauch Jugendlicher sei dagegen in der Regel zeitlich begrenzt und könne daher als normal gelten.” Wer definiert “normal” oder “krankhaft”? ist es “normal”, wenn ein Teenie-Kid mit pubertär tanzenden Hormonen 7×24 Stunden in der Woche vor dem Rechner sitzt und ballert, statt auf einer Party Spaß zu haben? “Als zentrales Ergebnis stellt die Studie einen signifikanten Unterschied zwischen den beiden Proberandengruppen fest. Unter den pathologischen Internetnutzern wurde bei 27 von 30 Personen eine psychische Störung diagnostiziert, in der 31-köpfigen Vergleichsgruppe nur bei sieben Personen.” Charakteristisch für die Gruppe der pathologischen Nutzer sei zudem eine Bevorzugung der Kommunikationsangebote wie Chats oder Foren.